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20.06.2016 13:00 Alter: 1 Jahr(e)
Kategorie: Presse

Protest gegen Integratives Jugendcamp 2016 in Merzbrück

Kooperationspartner des Camps ist auch die NATO. Der Aachener Friedenspreis fordert die Veranstalter und Kooperationspartner auf, diese Kooperation mit der NATO aufzukündigen.



Im Juli 2016 findet zum achten Mal in Merzbrück ein Jugendcamp statt.
Beim Integrativen Jugendcamp auf dem Flugplatz Aachen-Merzbrück kommen Jugendliche (zwischen 14 und 18 Jahren) aus der deutschen, belgischen und niederländischen Grenzregion zusammen, um gemeinsam zu zelten, zu spielen, zu feiern und zu fliegen. (siehe: https://jugendcampaachen.wordpress.com/)

 

Kooperationspartner des Camps sind die Flugplatzgesellschaft FAM, der Luftsportverein Aachen, die Arbeitsgemeinschaft Behindertenhilfe Aachen-Stadt und der StädteRegion, die Volkshochschule (VHS) sowie erstmals in diesem Jahr das Helene-Weber-Haus.

 

Besonders hervorgehoben wird durch den Veranstalter ein weiterer neuer  Kooperationspartner: die NATO. Der geplante diesjährige Ausflug führt die Teilnehmer zur Erkundung der Air Base nach Geilenkirchen. (siehe: https://jugendcampaachen.wordpress.com/about/)


Besonders erwähnt wird auch die StädteRegion Aachen, die wie in den Vorjahren aus
Haushaltsmitteln das Camp maßgeblich unterstützt. Ohne die finanzielle Bezuschussung durch die StädteRegion wäre die Realisierung des Projektes überhaupt nicht möglich.

 

Wir, der Arbeitskreis Antimilitarisierung im Aachener Friedenspreis (AKA) und das
Antikriegsbündnis Aachen (AKB), sprechen uns entschieden gegen die Kooperation der Veranstalter mit dem Militärbündnis NATO aus.


Kriegsbündnisse haben weder etwas mit Integration noch mit der Erziehung und
Feriengestaltung von Jugendlichen und Kindern zu tun. Dies ist eine unverhohlene Werbung bei den Jugendlichen fürs Militär und für Kriegseinsätze, der wir unsere Forderung entgegensetzen: Keine Werbung fürs Sterben!


Diese Kooperation verstößt zudem fundamental gegen die  UN-Kinderrechtskonvention, die auch durch die Bundesrepublik unterzeichnet wurde.
Es bedeutet gleichzeitig eine weitere Militarisierung der Jugend. Nicht genug, dass bereits ständig Jugendoffiziere an Schulen Schülerinnen und Schüler militärisch infiltrieren und für die Bundeswehr werben. Jetzt werden sie auch noch in ihrer Freizeit von Militärs umworben. Wir fordern die Veranstalter und Kooperationspartner auf, die Kooperation mit der Nato beim Jugendcamp unverzüglich aufzukündigen und den geplanten Besuch der Jugendlichen am NATO Standort Geilenkirchen abzusagen. Die in Geilenkirchen stationierten AWACS-Maschinen sind direkt an Kriegseinsätzen beteiligt.