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Der Aachener Friedenspreis gedenkt seines internationalen Friedenspreisträgers von 1998

Lucius Walker (USA), der am 7. September 2010, als morgen vor einem Jahr im Alter von 80 Jahren starb.

1998 ging der internationale Aachener Friedenspreis an die amerikanische Initiative IFCO/Pastors for Peace und ihren Mitbegründer Reverend Lucius Walker. IFCO steht für "Interreligious Foundation for community Organisation". Die Pastors for Peace verstehen sich als Wächter, die aufdecken - und in der Zukunft verhindern wollen - was im Namen der US-Bevölkerung in den Ländern Lateinamerikas geschieht. Seit 1991 engagieren sie sich insbesondere für die Beendigung der Blockade Cubas. Die Pastors for Peace wirken seit 1967 innerhalb der USA als eine Organisa­tion "von unten, damit unten nicht mehr unten" bleibt für "Frieden in Gerechtigkeit".

Doch die Arbeit von IFCO/pastors for peace geht trotz Lucius’ Tod weiter. Im Juli 2011 über­querte die 22. Karawane die Grenze zwischen Texas und Mexiko auf dem Weg nach Cuba unter dem Motto „Love is our License“. Die New York Times beschrieb in einem Artikel zu seinem Tod seine Vision: “a prophetic vision: (to) form an organization of pastors to fight, or at least clean up after, what he called American imperialism.” Dieses Ziel hat er erreicht und seine Vision lebt weiter.

Kölner Klagemauer

und ihren Initiator Walter Herrmann

Kölner Klagemauer 1994 Foto: Ziko-C(wikimedia)

Die Kölner Klagemauer entstand 1989 aus einer Initiative für Obdachlose und gegen Wohnungsnot. Sie (be-)stand - vor dem Portal des Kölner Doms - aus mehr als 50.000 Tafeln für Frieden, Völkerverständigung, soziale Gerechtigkeit - gegen den Krieg. "...... die Klagemauer ist vor allem auch ein Forum der unterdrückten, verelendeten und an den Rand der Gesellschaft gedrängten Menschen. Da ihre Zahl und das Ausmaß des Elends immer mehr zunimmt, wird dieser thematische Schwerpunkt immer wichtiger. Viele Briefe und Beiträge bringen Wohnungsnot, soziale und psychische Verelendung zum Ausdruck und legen zunehmend Zeugnis davon ab, daß die "soziale Frage" nicht faschitischer Politik überlassen wird, sondern sich einen neuen menschlichen Ausdruck der Betroffenen und der mit ihnen Sympathisierenden sucht........ Von vielen Bürgern und Besuchern der Stadt werden Dom und Klagemauer als eine Einheit verstanden."