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Lebenslaute

Berichte:

WDR3 über Lebenslaute

Lokalzeit Aachen

Michael Klarmann in Telepolis

Preisträger 2014
CodePink und
Lebenslaute

CodePink
Foto: CodePink

Was ist CODEPINK?

CODEPINK ist eine von Frauen initiierte Graswurzelbewegung für Frieden und soziale Gerechtigkeit, die sich zum Ziel gesetzt hat, die US-finanzierten Kriege und Besatzungen zu beenden, den globalen Militarismus zu bekämpfen und die bisher für Rüstung und Kriegszwecke eingesetzten (US-amerikanischen) Finanzmittel stattdessen in Gesundheit, Bildung, „Green Jobs“ usw. zu investieren.

 

Zur Geschichte

Medea Benjamin, Jodie Evans, Diane Wilson und etwa 100 andere Frauen gründeten CODEPINK am 2. Oktober 2002, dem Geburtstag Mahatma Gandhis, und begannen am 17. November 2002 eine 4-monatige Mahnwache vor dem Weißen Haus, um gegen den Afghanistankrieg und den drohenden Irakkrieg zu protestieren. Diese Mahnwache gipfelte am 8. März 2003, dem Internationalen Frauentag, in verschiedenen Aktionen, Kundgebungen und einem Marsch auf das Weiße Haus, wobei an die Rolle von Frauen als weltweite Friedensstifterinnen erinnert wurde. Rund 10.000 Menschen beteiligten sich an diesem Tag, an dem schließlich 25 Frauen, darunter CODEPINK-Aktivistinnen, verhaftet wurden, weil sie es gewagt hatten, mit ihren Protestplakaten bis zu den Toren des Weißen Hauses vorzudringen. Solche und ähnliche Aktionen und Demonstrationen werden seither bis zum heutigen Tag fortgesetzt.

 

Seit 2002 ist CODEPINK bekannt durch den unermüdlichen Protest gegen und die Auseinandersetzung mit den Kriegstreibern, ob in den Hallen und Sitzungssälen des US-Kongresses, den nationalen Versammlungen sowohl der Republikaner und als auch der Demokraten, mit George Bushs Spendensammler, bei öffentlichen Veranstaltungen von Karl Rove, Condoleezza Rice, Donald Rumsfeld, Hillary Clinton und anderen, sowie im Repräsentantenhaus.

 

Aktionen und Kampagnen

CODEPINK beteiligt sich an Aufklärungs- und Gegenveranstaltungen zu den Rekrutierungsveranstaltungen des US-Militärs an Schulen und in den Rekrutierungsbüros, unterstützt Kriegsdienstverweigerer, hält Mahnwachen und Protestcamps ab, z.B. vor dem Weißen Haus, sammelte weltweit 100.000 Unterschriften „Woman Say No to War“ für die Beendigung des Irakkrieges, die dem Weißen Haus übergeben wurden, sammelte über 600.000 $ als humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung im Irak nach der brutalen Zerstörung von Falludscha durch die US-Armee, und vieles andere mehr.

Bei ihren Protesten gegen den Afghanistan-Krieg ist ein Hauptaugenmerk auf Drohnen gerichtet, denn das sind die Waffen, die die Kriegsführung der Obama-Regierung in Afghanistan und Pakistan kennzeichnen. CODEPINK hat eine Petition initiiert, in der die Regierung aufgefordert wird, die Drohnen, die fast ausschließlich zivile Opfer fordern, zu verbannen und Friedensverhandlungen aufzunehmen. Auch bei der Anhörung des designierten CIA-Chefs John Brennan am 7.2.2013 im US-Senat protestierten CODEPINK-AktivistInnen gegen Amerikas Drohnenkrieg: Brennan ist der Architekt des geheimen Drohnenprogramms, bei dem mutmaßliche Terroristen gezielt durch die unbemannten Fluggeräte getötet werden, ggf. auch US-amerikanische Staatsangehörige ohne dass es ein Gerichtsverfahren gegeben hätte.

Daher ist die Auszeichnung von CODEPINK ein wichtiges Zeichen gegen die weltweite Kriegspolitik der westlichen Industriestaaten, gerade wo zu befürchten steht, dass bewaffnete Drohnen bald auch zur Ausrüstung der Bundeswehr gehören werden.

 

 

Lebenslaute
… gegen menschenfeindliche Politik
Foto: Lebenslaute


Unter dem Namen LEBENSLAUTE engagieren sich seit 1986 bundesweit rund 300 MusikerInnen in einem Protestorchester, das sich meist einmal jährlich in Chor- und/oder Orchesterstärke zu einer größeren bundesweiten Protestaktion, dazwischen auch in kleineren Ensembles zu regionalen Aktionen zusammenfindet: „Wir machen Musik zu einer gewaltfreien Aktion zivilen Ungehorsams.“

In der Erklärung heißt es: „Als offene Musik- und Aktionsgruppe bringen wir überwiegend klassische Musik gerade dort zum Klingen, wo dies nicht erwartet wird: auf Militärübungsplätzen und Abschiebeflughäfen, vor Atomfabriken und Raketendepots, in Ausländerbehörden und an anderen menschenbedrohenden Orten. Bei der Wahl unserer Konzert-Orte lassen wir uns nicht durch herrschende Vorschriften einschränken. Im Gegenteil: LL-Aktionen suchen die politische Konfrontation durch angekündigten und bewussten Gesetzesübertritt. Seriöse Konzertkleidung unterstreicht unser konzentriertes Auftreten. Wo es geht, versuchen wir, lokale Protestbewegungen zu stärken.“

Die Konzerte sind immer mit einer Aktion zivilen oder bürgerlichen Ungehorsams verbunden. Sie werden immer an Orten veranstaltet, an denen gesellschaftliche Missstände gesehen werden, wo es aber nie erlaubt sein würde, zu spielen. Sie werden polizeilich deshalb nicht angemeldet, aber durch Flugblätter, Plakate, Internet und Zeitungsberichte offen angekündigt.

Gespielt wird immer in angemessener Orchesterkleidung. Dieses spürbare Spannungsfeld zwischen Aktion und klassischem Konzert ist es, was diese Gruppe ausmacht und was sie von vielen anderen Aktivistengruppen unterscheidet. Sie wollen mit Stil stören. „Wir wollen an Orten, an denen Argumente nichts mehr bewirken, Musik als abstrahierendes Element einsetzen, um so auf die Absurdität der Situation hinzuweisen“, erklärt eine Teilnehmerin.

Im Vordergrund bei den jährlichen Aktionen stehen Konzertblockaden vor oder in militärischen Einrichtungen. An zweiter Stelle gefolgt von zahlreichen Aktionen gegen Atomkraft und Aktionen zur Unterstützung von Flüchtlingen.

 

Alles begann 1986 in Mutlangen – mit einer Konzertblockade vor dem Pershing-II-Atomraketen-Lager und mit Manöverbehinderungen. Beispielhaft seien einige Aktionen gegen militärische Einrichtungen nachstehend genannt:

1987: Konzertblockade vor dem Pershing-II-Atomraketen-Lager Heilbronn / Baden-Württemberg, mit dem CVJM Heilbronn

1988 (Oktober): Musikalische Mahnwache vor dem Chemiewaffenlager in Fischbach / Rheinland-Pfalz, mit der LL-Regionalgruppe Rhein-Ruhr

1990: Konzertblockade vor der Brennelemente-Fabrik Hanau / Hessen, mit Freund_innen

1990 (Juli): Steig aus! Antimilitaristische Aktion am Hbf Stuttgart gegen den Rekruten-Einzug, mit der LLRegionalgruppe Tübingen

1991: Rüstungsmesse / Internationale militärische Luftfahrt-Ausstellung, Hannover / Niedersachsen

1991: Konzertblockade, Air Base der amerikanischen Luftwaffe, Frankfurt a.M. / Hessen

1991: Entrüstungskonzert, Truppenübungsplatz Münsingen / Baden-Württemberg, mit BoA (Bundesrepublik ohne Armee) und Tübinger Friedensgruppen

1995: Lebenslaute statt Bombengetöse – Bombodrom Freie Heide, bei Wittstock / Brandenburg, mit den Antimilitaristischen Sommeraktionstagen

2003: Lebenslaute statt Kriegskommandos – US-Militär-Kommandozentrale EUCOM, Stuttgart / Baden-Württemberg, zum Friedenssommer

2008: Töne und Klänge statt Grenzen und Zwänge – Lebenslaute vor Frontex – Bundespolizeiakademie & City, Lübeck / Schleswig-Holstein, mit dem Hamburger Antira-Aktionscamp

2011: Piano und Forte statt Kriegstransporte – Flughafen Leipzig/Halle / Sachsen, mit dem Friedensweg Leipzig und dem Friedenskreis Halle

2012: Waffenhandwerk schafft nur Unheil – Waffenfabrik Heckler & Koch, Oberndorf / Baden-Württemberg, mit dem Kommunalen Friedensbündnis Villingen-Schwenningen und im Rahmen der Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“

2013: Rhythm beats Bombs / 24h Musikblockade in Büchel

2013: Aufspielen statt Abschieben – Music for free Movement / Bundesinnenministerium, Berlin, mit dem „Internationalen Flüchtlingstribunal gegen die Bundesrepublik Deutschland“ und mit weiteren FreundInnen

 

Finanziert werden die Aktionen durch Spenden und eigene Beiträge, die die Mitglieder zu entrichten haben. Sie treten ehrenamtlich auf und müssen für die Aktionen jeweils Urlaub nehmen.

 

 

Pressemappe