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Bernhard Nolz (Preisträger 2002)

Liebe Preisträgerinnen und Preisträger des Aachener Friedenspreises 2016,

herzlich gratuliere ich Euch als Preisträger des Jahres 2002 zur Verleihung des Friedenspreises.

Angesichts der Durchsetzung diktatorischer Maßnahmen durch das Erdogan-Regime geht es bei Euch vom „Komitee der Wissenschaftler für den Frieden“ schon gar nicht mehr um die freie wissenschaftliche und politische Betätigung, sondern um Eure Existenz. Zusammen mit den Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF) werde ich alle Bemühungen, die der Aachener Friedenspreis unternimmt, unterstützen, die Euch stärken können. Ihr habt rechtzeitig Eure warnende Stimme erhoben und die EU-Staaten um Unterstützung im Kampf für die Menschenrechte gebeten. Die deutsche Zivilgesellschaft ist bei Euch.

Schon bald nach der „Wende“ haben Mitglieder der Initiative „Offene Heide“ Kontakt zu den Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF) gesucht. Seit der Zeit haben wir uns mehrfach persönlich vor Ort informieren können über Eure anti-militaristischen Aktionen und die ständige Arbeit für Frieden und Abrüstung. Auf all unseren Tagungen, Kongressen und Aktionen habt Ihr von der „Offenen Heide“ unermütlich Euer Plädoyer gegen den Krieg und gegen die Kriegsvorbereitungen vorgetragen. Für Euer Engagement danken wir Euch.

Bernhard Nolz

 

 

Berliner Compagnie (Preisträger 2009)

Die Berliner Compagnie bewundert Mut und Hartnäckigkeit sowohl des „Komitee der WissenschaftlerInnen für den Frieden“ als auch der Bürgerinitiative Offene Heide.

Wir wünschen beiden Glück und Erfolg!

Helma Fries
für das Ensemble der Berliner Compagnie

 

 

Borderline Europe e.V. (Preisträger 2012)

Wir von borderline-europe, Menschenrechte ohne Grenzen e.V., freuen uns als ehemalige Preisträger über die Verleihung des Aachener Friedenspreises an das „Komitee der Wissenschaftler*innen für den Frieden“. Wir stellen uns solidarisch mit den 1.128 Wissenschaftler*innen, die den Mut hatten, die Menschenrechtsverletzungen durch türkische Sicherheitskräfte im Osten des Landes öffentlich anzuprangern und dazu aufzurufen, den Kurdenkonflikt mit friedlichen Mitteln zu lösen. Die Unterzeichnung hatte für viele Unterstützer*innen erhebliche Folgen, nicht nur für ihre akademische Karriere, sondern auch für ihre physische Sicherheit.

Währenddessen schweigen die europäischen Regierungen über dem Krieg gegen die Kurd*innen, den Menschenrechtsverletzungen und der Unterdrückung der Opposition. Stattdessen arbeiten sie mit dem Türkei-Regime zusammen, um ihre ‘Festung Europa’ weiter auszubauen und zu sichern.

Seit dem Friedensappell hat sich die Situation für kritische Forschung in der Türkei weiter verschlechtert. Nach dem gescheiterten Militärputsch versucht die türkische Regierung mit allen Mitteln jegliche kritische Stimme im Land zum Schweigen zu bringen. So wurden im Zuge der „Säuberungen“ in den Tagen nach dem Putsch bereits über 1.500 Universitäts-Dekane gezwungen ihr Amt niederzulegen, 15.000 Mitarbeiter*innen des Bildungsministeriums wurden entlassen, 21.000 Lehrer*innen an Privatschulen wurde ihre Lizenz entzogen und für Wissenschaftler*innen wurde eine Reiseverbot für Reisen zu akademischen Zwecken ausgesprochen. Gerade jetzt ist es wichtiger denn je internationale Unterstützung und Solidarität mit der kritischen Akademie der Türkei, der linken Opposition und denjenigen, die in Kurdistan für ihre Freiheit kämpfen, zu zeigen.

Wir dürfen die Verbindung zu kritischen Stimmen in der Türkei nicht verlieren und die Auszeichnung mit dem Aachener Friedenspreis ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

Jin Jiyan Azadî! – Frauen Leben Freiheit!

Lisa Groß
für borderline-europe, Menschenrechte ohne Grenzen e.V.