Rahmenprogramm der Preisverleihung

Wir möchten Sie herzlich zu unserer Veranstaltung im Rahmen der diesjährigen Preisverleihung einladen. Auch in diesem Jahr haben wir ein reichhaltiges Rahmenprogramm zusammengestellt.

Wir freuen uns auf Sie!

Den Flyer zur Preisverleihung an
den Initiativkreis gegen Atomwaffen in Büchel und die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt!“ samt dem reichhaltigen Rahmenprogramm finden Sie hier zum Download!

05. Juli 2019

Themen: Allgemein

Die Preisträger 2019 vorgestellt

Initiativkreis gegen Atomwaffen in Büchel – namentlich Elke Koller & die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt – namentlich Marion Küpker (Deutschland)

Auf dem Fliegerhorst in Büchel/Eifel lagern die letzten ca. 20 US-Atomwaffen des Typs B 61 auf deutschem Boden als Relikte des Kalten Krieges und der nuklearen Teilhabe Deutschlands in der Nato. Seit 1996 setzt sich der „Initiativkreis gegen Atomwaffen“ vor Ort nicht nur für den Abzug der US-Atombomben, sondern auch für die weltweite Abschaffung von Atomwaffen ein.

Zu den treibenden Kräften dieses Initiativkreises gehört seit jeher Elke Koller. Sie ist das lokale Gesicht der Initiative. Zusammen mit ihren MitstreiterInnen aus der Gewaltfreien Aktion Atomwaffen Abschaffen organisiert sie seit 1996 alljährlich regelmäßig vor Ort stattfindende Proteste, Aktionen zivilen Ungehorsams und Demonstrationen. Es gelingt ihnen immer wieder, zu größeren Aktionen bundesweite und internationale Unterstützung von Friedensaktivisten zu finden.

Seit mehreren Jahren werden ihre Aktionen vor Ort von einem bundesweiten Netzwerk „Atomwaffen abschaffen-bei uns anfangen!“ mit der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt!“ aktiv unterstützt, dem sich zahlreiche Gruppen angeschlossen haben. Diese Proteste wurden ab 2014 auf mehrwöchige Blockaden des Atomwaffenstützpunktes Büchel ausgedehnt – mit zahlreichen Aktionen zivilen Ungehorsams und gewaltfreien Blockaden der Zufahrten. Seit 2016 findet alljährlich, beginnend jeweils am 26. März eine 20-wöchige Aktions-Präsenz bis zum 9. August am NATO-Flughafen statt. Die 20 Wochen stehen jeweils für die ca. 20 in Büchel gelagerten Atombomben.

„Atomwaffen sind völkerrechtswidrig, und schon ihre Herstellung und die Forschung dafür haben verheerende Auswirkungen. Wir müssen endlich erreichen, dass diese schrecklichen Waffen wegkommen“, sagt Elke Koller. Um dies zu erreichen, reichte sie sogar eine Klage gegen die Bundesregierung ein, die im Mai 2013 jedoch als unzulässig von den Gerichten abgewiesen wurde. Seit Jahren bestimmt der Protest gegen die Bücheler Atomwaffen ihre Arbeit. Unentwegt zeigt sie Flagge gegen die Atomwaffen in Büchel.

Vor Ort sind Elke Koller und ihre MitstreiterInnen der Gruppe immer wieder Anfeindungen ausgesetzt. Denn statt vor den Bomben haben viele Menschen der Region Angst um ihre Arbeitsplätze, falls die Atomwaffen abgezogen werden sollten. Rund 1000 Soldaten sowie etwa 600 Zivilbeschäftigte arbeiten im Fliegerhorst. Doch die Mitglieder des Initiativkreises ließen sich davon nie beirren und machten weiter

Die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ wird von dem 1994 gegründeten Trägerkreis „Atomwaffen abschaffen-bei uns anfangen!“ getragen, dem bundesweit 68 Mitgliedsorganisationen angehören. Seit 1994 setzt sich der Trägerkreis für eine Ächtung von Atomwaffen und eine atomwaffenfreie Welt ein. Er fordert insbesondere den sofortigen Abzug aller Atomwaffen, die sich auf deutschem Boden befinden.

Marion Küpker ist die internationale Koordinatorin der DFG-VK gegen Atomwaffen und im Kampagnenrat Sprecherin von „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“. Sie engagiert sich seit vielen Jahren in außerordentlichem Maße auch durch ihre persönliche Präsenz in Büchel und ist maßgebend an der Organisation der dortigen Protestaktionen mitbeteiligt.Die politischen Rahmenbedingungen für den Abzug der Atomwaffen haben sich aktuell indes noch weiter verschlechtert. Während es im Koalitionsvertrag von 2009 noch hieß, die Bundesregierung werde sich für den Abzug dieser Atomwaffen einsetzen, misst die schwarz-rote Koalition dem seit Jahren keine Priorität mehr bei. CDU und SPD bekennen sich zwar zum Ziel einer „Welt ohne Kernwaffen“. Dass dies leere Worte sind, bewies Deutschland jedoch bei der Abstimmung über eine Resolution für ein weltweites Verbot von Atomwaffen in der UN, als Deutschland aus den Verhandlungen gegen den Verbotsvertragsentwurf ausstieg und sich bis heute weigert, den inzwischen von zahlreichen Staaten unterzeichneten UN-Atomwaffenverbotsvertrag ebenfalls zu unterzeichnen. Überdies hatte die Vorgängerregierung bereits im Mai 2012 dem US-amerikanischen Verlangen nach Modernisierung und Aufrüstung der in Büchel gelagerten Atomwaffen zugestimmt. Vorgesehen sind demnach zielgenauere Atombomben, die Präzisionsschläge ermöglichen, und damit erhöhen sich auch die militärischen Fähigkeiten. Und nicht zuletzt droht angesichts der jüngsten Aufkündigung des INF-Vertrages ein erneuter atomarer Rüstungswettlauf, was zwangsläufig mit einer erhöhten Kriegsgefahr einhergeht.


Angesichts dessen,

  • dass es inzwischen kein Tabu mehr ist, das Wort ’Atomkrieg’ in den Mund zu nehmen
    und eine verstärkte atomare Aufrüstung und sogar eine atomare Bewaffnung Deutschlands zu fordern
  • dass führende NATO-Kommandeure erklären, es sei zwar nicht zwingend, aber „sehr wahrscheinlich“, dass es zu einem Atomkrieg mit Russland kommen werde
  • dass aktuell die Modernisierung und Aufrüstung des Atomwaffenprogramms sowohl auf russischer als auch auf US-Seite massiv vorangetrieben wird (wobei Russland zwischen 2014 u. 2024 geschätzt 54 Mrd. US-Dollar für seine nuklearen Fähigkeiten ausgeben wird und die USA im selben Zeitraum geschätzt 355 Mrd. US-Dollar)

ist es dringender denn je seit den Zeiten des Kalten Krieges, das Thema ’Atomwaffen’ wieder ganz nach oben auf die politische Agenda zu setzen. Daher verleihen wir den Aachener Friedenspreis 2019 an die beiden Organisationen, die maßgebend die Proteste in Büchel tragen als ein wichtiges Signal, um sie in ihren politischen Forderungen zu unterstützen.

Der Initiativkreis wurde im November 2013 mit dem Preis für Zivilcourage der Solbach-Freise-Stiftung ausgezeichnet. Und im November 2018 wurden sowohl der Initiativkreis als auch die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei jetzt!“ mit dem vom Evangelischen Kirchenkreis Oberhausen gestifteten Oberhausener Preis ausgezeichnet.

05. Juli 2019

Themen: Allgemein

Mitgliederversammlung bestätigt: Kein Aachener Friedenspreis für Ruslan Kotsaba

Die Mitgliederversammlung am 14.06. 2019 des Aachener Friedenspreis e.V. hat
nach konstruktiver Debatte mit breiter Mehrheit von 2/3 folgenden
Beschluss gefasst:

Die Mitgliederversammlung des Aachener Friedenspreis e.V. bestätigt und
billigt die Initiative des Vorstands, den Aachener Friedenspreis am 1.
September 2019 nicht an Herrn Ruslan Kotsaba zu verleihen und spricht
dem Vorstand das Vertrauen aus.

14. Juni 2019

Themen: Presse

„Kleinwaffen in Kinderhänden – Deutsche Rüstungsexporte und Kindersoldaten.“

gemeinsam mit terre des hommes lädt Euch der Sprecherinnenrat des Aachener Friedenspreises zu einer Veranstaltung ein mit dem Thema :

„Kleinwaffen in Kinderhänden –
Deutsche Rüstungsexporte und Kindersoldaten.“

Termin: Mittwoch, 19.06.2019, von 18.00 bis 19.30 Uhr
Ort: Haus der evangelischen Kirche, Frère-Roger-Straße 8-10, 52062 Aachen
Referent: Ralf Willinger, terre des hommes

Ralf Willinger ist Referent für Kinderrechte beim Kinderhilfswerk terre des hommes in Osnabrück, Sprecher des Deutschen Bündnis Kindersoldaten und Mitglied im Trägerkreis der Kampagne „ Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“. Seine Themenschwerpunktesind Kinder in bewaffneten Konflikten, Kindersoldaten, Waffenexporte und friedliche Alternativen zu Krieg und Gewalt.

Ralf Willinger, stellt in seinem Vortrag Kindersoldatinnen und Kindersoldaten aus verschiedenen Ländern vor, darunter Kolumbien, Uganda und Afghanistan.
Er berichtet von der Projekt- und Lobbyarbeit der Kinderrechtsorganisation „terre des hommes“
für Kinder in bewaffneten Konflikten und gegen Waffenexporte.

Dabei beantwortet er Schlüsselfragen:
• Warum, wo und wie werden Jungen und Mädchen als Soldaten rekrutiert?
• Wie ergeht es ihnen in bewaffneten Gruppen und Armeen?
• Was brauchen sie, wenn sie die Zeit als Soldaten überleben?
• Welche Rolle spielen Waffenexporte, auch aus Deutschland?
• Welchen Handlungsbedarf gibt es beim Thema deutsche Waffenexporte?
• Was muss getan werden, um Kinder besser vor Rekrutierung zu schützen und ihnen bei der Heilung ihrer seelischen und physischen Wunden zu helfen?

Über eine rege Teilnahme würden wir uns freuen

29. Mai 2019

Themen: Allgemein, Veranstaltungen/Veranstaltungsarchiv

Stellungnahme zu etwaigen Missverständnissen rund um Verleihung des Aachener Friedenspreises

am 22. Mai hat Ruslan Kotsaba die Öffentlichkeit und den Verein Aachener Friedenspreis e.V. darüber informiert, den Preis nicht anzunehmen. Zuvor hatte der Vorstand des Vereins am 10. Mai die Entscheidung der Mitgliederversammlung (3. Mai) zur Preisverleihung an Ruslan Kotsaba zurück genommen und sowohl die Medien als auch die Vereinsmitglieder darüber informiert, auf einer Mitgliederversammlung am 14.6. diesen Vorstandsbeschluss  von den Mitgliedern bestätigen zu lassen. In der Berichterstattung über die Verzichtserklärung von Ruslan Kotsaba ist gestern leider fälschlicherweise der Eindruck entstanden, dass diese Mitgliederversammlung bzw. eine Beschlussfassung über die Vorstandsentscheidung nicht mehr nötig sei. Dazu erklärt der Vorstand des Aachener Friedenspreis e.V.:

1. Die außerordentliche Mitgliederversammlung am 14. Juni wird auf jeden Fall durchgeführt, auch um die entstandene Debatte in einem angemessenen Rahmen aufarbeiten zu können.

2. Der Vorstand wird seinen Antrag, den Friedenspreis am 1. September nicht an Ruslan Kotsaba zu verleihen, ebenfalls aufrecht erhalten, um eine Bestätigung der Vorgehensweise und des Vorstandsbeschlusses von den Vereinsmitgliedern erhalten zu können.

24. Mai 2019

Themen: Presse