Gemeinsame Sicherheit statt Konfrontation – Abrüstung und Entspannung jetzt!

Überregionale Demonstration

Gemeinsame Sicherheit statt Konfrontation –

Abrüstung und Entspannung jetzt!

Samstag, 19. Juni 2021, 14:00 Uhr, Barbarossaplatz, Köln

 

Im Rahmen der bundesweiten Aktionstage „Abrüsten statt Aufrüsten“ und aus Anlass des 80. Jahrestages des Überfalls auf die UdSSR:

Demo zum Friesenplatz mit Tafeln der Erinnerung, Kundgebung und Kulturprogrammm

Wir wandeln den Friesenplatz in Friedensplatz um mit Musik von HopStopBanda und Reden von:

  • Ulrich Schneider (Generalsekretär der Internationa­len Föderation der Widerstandskämpfer – FIR)
  • Michael Müller (Vorsitzender der Naturfreunde, Staatssekretär a. D.)
  • Angelika Claußen (Vorsitzende der ärztlichen Friedensorganisation IPPNW)
  • Witich Roßmann (Vorsitzender des DGB Köln)


Grußworte von Fridays for Future, Bündnis Mietenstopp und dem Gesundheitsbündnis Köln

Aufruf zu Demo und Kundgebung

Am 22. Juni 2021 jährt sich zum 80. Mal der Über­fall der deutschen Wehrmacht auf die So­wjetunion. Dieser Tag mahnt uns: Nie wieder! 27 Millionen Menschen aus der Sowjetunion fie­len dem Raub- und Vernichtungskrieg des „Drit­ten Reichs“ zum Op­fer. Vorbereitet wurde die­ser Krieg unter an­der­em mit massiver Auf­rüs­tung und der Verbreitung von politi­schen und rassistischen Feindbildern.

Aus der Geschichte erwächst eine besondere Ver­ant­wortung der Bundesrepu­blik für eine Po­litik der Ab­rüstung und Ent­spannung gera­de in Bezug auf die Nach­folgestaaten der So­wjet­union. Wir be­obach­ten heute allerdings mit großer Sor­ge, dass die Nato-Staaten gegen Russ­land und China einen Kurs der Konfron­­tation um geostrategische Vor­macht­­stel­lung und Einflusssphären forcieren. Alte und neue Feindbilder werden wieder geschürt.

Es liegt an uns, in diesen Wahlkampf­zei­ten für ei­nen politischen Richtungswechsel einzutreten, die Stim­men für Abrüstung und Entspan­nung weltweit zu stärken und positiv zu ent­schei­den, wohin das Pen­­del schlägt:

  • Spätestens mit der Corona-Pandemie und der Klimakrise wird in neuem Maße deutlich: Globale Probleme sind nur mit internationaler Solidarität und ziviler Zusammenarbeit zu lösen. Stattdessen rücken die Nato-Staaten aktuell mit dem Manöver „Defender 2021“ mit 30.000 Soldat*innen bis an die Grenzen Russlands vor.
  • Wir brauchen nicht immer mehr und modernere Waffen, sondern die internationale Ächtung von Killerdrohnen. Stattdessen plant die Große Koalition am 23. Juni noch in den letzten Ausschuss-Sitzungen dieses Bundestages einen Beschluss von milliardenschweren Entwicklungsaufträgen für das von Drohnenschwärmen begleitete Kampfflugzeug „Future Combat Air System“ (FCAS) – das größte europäische Rüstungsprojekt aller Zeiten.
  • Während der von den internationalen Friedenskräften erkämpfte Atomwaffen-Verbotsvertrag im Januar in Kraft getreten ist, sperrt sich die Bundesregierung gegen einen Beitritt und den längst überfälligen Abzug aller US-Atomwaffen aus Deutschland.
  • Statt Fluchtursachen zu bekämpfen – unter anderem durch den sofortigen Stopp von Rüstungsexporten und die Beendigung der Beteiligung an Interventionskriegen – werden die Geflüchteten bekämpft und die EU-Außengrenzen militärisch abgeriegelt.
  • Zur Überwindung der gesellschaftlichen Schäden von über 20 Jahren neoliberaler Politik sind massive Investitionen in Gesundheit, Bildung, Kultur, sozialen Wohnungsbau und eine ökologische und soziale Wende notwendig. Stattdessen wurde in Deutschland der Rüstungshaushalt zwischen 2000 und 2020 bereits nahezu verdoppelt und soll bis 2030 auf 85 Milliarden nochmals verdoppelt werden.


Ein politischer Richtungswechsel ist überfällig! Gegen die aktuelle Spirale der Eskalation und Gewalt kommt es überall darauf an, der Sehnsucht nach einem friedlichen Zusammenle­ben, nach grenz­überschreitender Freund­schaft und Solidarität Geltung zu verschaffen.

Eine menschenwürdige Zukunft und die Lö­sung der brennenden sozialen und ökologi­schen Her­aus­forderungen der Zeit verlangen ein System gemein­samer Sicherheit weltweit. Wir setzen uns in dies­em Sinn ein

  • für eine Erneuerung der Entspannungspolitik mit Russland statt Eskalation und „Abschreckung“,
  • für zivile Konfliktlösung statt militärischer Einsätze und‘
  • für massiven Sozialaufbau und Klimaschutz statt Aufrüstung.

 

Es rufen auf: Friedensforum Köln  •  Friedensforum Düsseldorf  •  Bonner Friedensbündnis  •  Antikriegsbündnis Aach­en  •  DFG-VK NRW und Köln  •  Arbeitskreis Zivilklausel Uni Köln  •  DIDF – Föderation Demokratischer Ar­bei­tervereine  •  IG BAU Köln-Bonn  •  linksjugend [’so­lid] NRW  •  Kreisverband DIE LINKE Köln  •  Kölner Bünd­nis für mehr Personal im Ge­sundheits­wesen  •  DKP Köln und Aachen  •  Freundschaftsgesellschaft BRD – Kuba Köln  •  Seebrücke Aachen  •  NaturFreunde Bonn  •  Greenpeace Köln  •  pax christi / Kommission Friedenspolitik  •  GEW Köln  •  Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e. V., Regionalgruppe Düsseldorf   •   VVN-BdA Köln, Düsseldorf und Aach­en

03. Juni 2021

Themen: Allgemein

Aachener Friedenspreis 2021: Endspurt in der Preisträger*innen-Suche

Noch bis zum 01.05.2021 können Vorschläge für den Aachener Friedenspreis eingereicht werden. Um eine Person oder Initiative für die international renommierte Auszeichnung vorzuschlagen, muss man weder Vereinsmitglied noch Aachener*in sein – jede Person ist herzlich eingeladen, friedensengagierte Menschen oder Gruppen ins Rennen zu schicken.

Seit 1988 würdigt der Aachener Friedenspreis e.V. alljährlich Frauen, Männer oder Gruppen, die von “unten her“ dazu beitragen, der Verständigung der Völker und der Menschen untereinander zu dienen sowie Feindbilder ab- und Vertrauen aufzubauen. So steht es in der Gründungserklärung des Vereins, der in den friedensbewegten 1980er Jahren von Aachener Bürgerinnen und Bürgern ins Leben gerufen wurde. Heute ist das Thema Frieden vielfach aus dem Fokus gerückt, hat jedoch an Aktualität keineswegs verloren.

„Die Pandemie verschärft Ungleichheit, Konflikte und Krisen“, sagt Pressesprecherin Lea Heuser. Der neu aufkeimende kalte Krieg tut aus ihrer Sicht sein Übriges und zwingt förmlich dazu, die Wichtigkeit von Friedensarbeit hervorzuheben. Der Aachener Friedenspreis e.V. möchte die Möglichkeiten friedlichen Engagements, ziviler Konfliktlösungsstrategien und solidarischen Einsatzes für Benachteiligte betonen, um der grassierenden Rhetorik von Hass und Gewalt ein starkes Zeichen entgegenzustellen.

Vorschläge können bis zum 01.05.2021 über die Homepage https://www.aachener-friedenspreis.de eingereicht werden – idealerweise mit einer zwei DIN A4-Seiten umfassenden Darstellung der vorgeschlagenen Person oder Gruppe und ihrer Arbeit. Der Vorstand lädt ausdrücklich dazu ein, eingereichte Vorschläge auf den Sitzungen im Mai und Juni vorzustellen und zu diskutieren. Die genauen Termine sowie die Information, wo bzw. in welcher Form getagt wird, finden sich ebenfalls auf der Webseite des Vereins.

Aus den eingehenden Vorschlägen wählt der Vorstand die fünf preiswürdigsten aus und legt sie im August der Mitgliedschaft vor. Die Mitgliederversammlung, welche am 01.09.2021, dem internationalen Antikriegstag, hoffentlich wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden wird, wählt aus dieser Vorauswahl die letztendlichen Preisträgerinnen oder Preisträger. Die öffentliche Bekanntgabe, wer den Aachener Friedenspreis 2021 erhält, erfolgt dann wieder am internationalen Friedenstag, dem 21.09.21.

Auch die Preisverleihung verschiebt sich erneut ans Jahresende. Sie wird, voraussichtlich als hybride Veranstaltung mit Live-Publikum und zusätzlicher Möglichkeit zur Online-Teilnahme, am Samstag, dem 13.11.21 in der Aula Carolina stattfinden. „2020 haben wir durch die reine Online-Preisverleihung gemerkt, wie bereichernd es ist, Menschen aus der ganzen Welt in einer Online-Veranstaltung zusammenzubringen und so auch die Gruppen und Unterstützer*innen der Preisträger*innen einzubinden. Das wollen wir für die Zukunft mitnehmen und weiterführen“, erklärt Heuser.

Der Vorstand freut sich auf zahlreiche Zuschriften mit preiswürdigen Vorschlägen. Alle Interessierten sind zudem herzlich eingeladen, sich das nach wie vor verfügbare Video der Preisverleihung 2020 auf der Webseite des Vereins unter www.aachener-friedenspreis.de/ anzuschauen.

07. April 2021

Themen: Presse

Zentralafrikanische Republik im Chaos – Aachener Friedenspreis e.V. ruft zu Spenden für Preisträger auf

Der Aachener Friedenspreis e.V. ist tief besorgt über die Situation in der Zentralafrikanischen Republik. Viele Menschen im Land befinden sich auf der Flucht vor Rebellen, leiden Not und hungern. „Wir wollen den durch unsere Preisträger initiierten interreligiösen Dialog unterstützen und stärken“, erklärt Pressesprecherin Lea Heuser. „Sie benötigen als Soforthilfe Geld für die Beschaffung von Lebensmitteln und Bedarfe des täglichen Lebens, damit zahlreichen Familien geholfen werden kann, die sich zur Zeit in den Wäldern rund um Bangui verstecken.“

2015 wurden Cardinal Dieudonne Nzapalainga und der mittlerweile verstorbene Imam Kobine Layama für ihre interreligiösen Friedensaktivitäten mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet. Diese Auszeichnung hat der Friedensarbeit zu internationaler Anerkennung und damit auch zu Unterstützung verholfen. Von Frieden ist das Land jedoch weiter entfernt als zuvor.

Schon seit 2013 ist die Zentralafrikanische Republik im Ausnahmezustand. Damals wurde Rebellen- Präsident Francois Bozizabgesetzt. Der greift nun wieder nach der Macht – und stürzt sein Land noch tiefer ins Chaos. Die derzeitige, gewählte Regierung versucht die Hauptstadt gegen die vorherige, korrupte Regierungsriege zu verteidigen. Diese hat Rebellengruppen rekrutiert, die indes zwei Drittel des Landes kontrollieren. Die Rebellionen münden jedes Mal auch in ein Gegeneinander der Religionen, was der Cardinal und der Imam durch ihr Engagement stets abzuwenden versuchten. Seit einigen Jahren sind daran auch protestantische Allianzen beteiligt.

Die Hauptstadt Bangui ist eingekesselt. Die Bevölkerung hat Angst. Menschen verschwinden oder werden tot aufgefunden. Viele haben Schwierigkeiten, zu ihrer Arbeit zu gelangen; aus Furcht vor Anschlägen haben die Behörden öffentliche Transportmittel stillgelegt. Viele Zufahrtswege in die Hauptstadt sind abgeschnitten. Der Preis von Eiern und Gemüse hat sich vervielfacht, Lebensmittel werden zur Mangelware.

Präsident Touadera hat den Notstand ausgerufen. Bereits Mitte Januar hatten Soldaten und UN-Blauhelme 200 Rebellen am Rande der Hauptstadt zurückgedrängt. Etwa 100.000 Zentralafrikaner*innen sind auf der Flucht vor den Kämpfen und verstecken sich nun in den umliegenden Wäldern. In der Stadt ist die Situation kaum besser. Die Route zwischen Bangui und dem Nachbarland Kamerun ist abgeschnitten. Sie gilt als Lebensader der Zentralafrikanischen Republik, da über sie Lebensmittel aus Westafrika ins Land gelangen. Es kam bereits zu Angriffen auf Transporte.

Bitte helfen Sie, indem Sie Cardinal Dieudonne Nzapalainga und sein Engagement für die Menschen mit einer Spende unterstützen. Spendenkonto: Aachener Bank eG, IBAN: DE67390601800128428011, BIC: GENODED1AAC, Verwendungszweck: Zentralafrikanische Republik.

12. Februar 2021

Themen: Presse

Aachener Friedenspreis 2021: Vorschläge gesucht!

Auch im zweiten Jahr der Pandemie setzt der Aachener Friedenspreis e.V. seine Arbeit fort. Unter dem Leitsatz, Frauen, Männer oder Gruppen zu würdigen und vorzustellen, die von “unten her“ dazu beitragen, der Verständigung der Völker und der Menschen untereinander zu dienen sowie Feindbilder ab- und Vertrauen aufzubauen, sucht der Verein auch in 2021 Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger. „Viele Konflikte und Krisen auf der Welt sind durch die Pandemie verschärft, gleichzeitig aber auch aus der medialen Aufmerksamkeit verdrängt worden“, sagt Pressesprecherin Lea Heuser. „Umso wichtiger ist es, dass der Aachener Friedenspreis ein neuerliches Schlaglicht auf das wichtige Engagement für Frieden, gegen Hass und Zerstörung wirft.“

Vorschläge können bis zum 01.05.2021 über die Homepage des Vereins eingereicht werden – idealerweise mit einer zwei DIN A4-Seiten umfassenden Darstellung der vorgeschlagenen Person oder Gruppe und ihrer Arbeit.
Der Vorstand lädt ausdrücklich dazu ein, eingereichte Vorschläge auf den Sitzungen im Mai und Juni vorzustellen und zu diskutieren. Die genauen Termine sowie die Information, wo bzw. in welcher Form getagt wird, findet sich ebenfalls auf der Webseite des Vereins.

Aus den eingehenden Vorschlägen wählt der Vorstand die fünf preiswürdigsten aus und legt sie im August der Mitgliedschaft vor. Die Mitgliederversammlung, welche am 01.09.2021, dem internationalen Antikriegstag, hoffentlich wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden kann, wählt aus dieser Vorauswahl die letztendlichen Preisträgerinnen oder Preisträger. Die öffentliche Bekanntgabe, wer den Aachener Friedenspreis 2021 erhält, erfolgt dann wieder am internationalen Friedenstag, dem 21.09.21.

Auch die Preisverleihung verschiebt sich erneut ans Jahresende. Sie wird, voraussichtlich als hybride Veranstaltung mit Live-Publikum und zusätzlicher Möglichkeit zur Online-Teilnahme, am Samstag, dem 13.11.21 in der Aula Carolina stattfinden. „2020 haben wir durch die reine Online-Preisverleihung gemerkt, wie bereichernd es ist, Menschen aus der ganzen Welt in einer Online-Veranstaltung zusammenzubringen und so auch die Gruppen und Unterstützer*innen der Preisträger*innen einzubinden. Das wollen wir für die Zukunft mitnehmen und weiterführen“, erklärt Heuser.

Der Vorstand freut sich auf zahlreiche Zuschriften mit preiswürdigen Vorschlägen. Alle Interessierten sind zudem herzlich eingeladen, sich das nach wie vor verfügbare Video der Preisverleihung 2020 auf der Webseite des Vereins unter www.aachener-friedenspreis.de/ anzuschauen.

07. Februar 2021

Themen: Allgemein, Presse

Betreff: Re: Prix de la Paix d’aix-la-Chapelle

Wir haben uns sehr über die vielen positiven Rückmeldungen zur gestrigen Preisverleihung gefreut, insbesondere aber auch über die unseres Preisträgers Père Antoine Exelmans (Marokko)

Bonjour,
Merci beaucoup pour ces très beaux moments que nous avons partagé avec la famille internationale à l’église d’Oujda et vous tous par zoom. Une belle ambiance, de la joie d’être rassemblé autour de ce qui fait les valeurs les plus précieuses de notre humanité, de la joie de voir les engagements de tant de personnes à travers le monde avec un sentiment de communion et de fierté qui est source d’encouragements pour nous.

Guten Morgen,
ganz herzlichen Dank für die sehr schönen Momente, die wir mit der internationalen Familie in der Kirche von Oujda und mit Euch allen über ZOOM geteilt haben. Die schöne Stimmung, die Freude um das versammelt zu sein, was die wertvollsten Werte unserer Menschheit sind, die Freude die Engagements so vieler Personen auf der ganzen Welt mit einem Gefühl der Gemeinsamkeit und des Stolzes zu sehen, was für uns Ermutigungen bringt.

Merci d’être à la source de cette réussite et pour tous les efforts fournis pour s’adapter aux contraintes de la pandémie. La dernière étape de la soirée: l’accueil à l’église d’un jeune burkinabé de 18 ans, que nous sommes allés chercher à l’hôpital à 23h, dans un triste état après une chute terrible dans la montagne lors de son passage de la frontière. Très sale, apeuré, affamé, protégé dans sa chute par les 5 épaisseurs de vêtements, avec une petite ligne de fracture au genou alors qu’il se voyait déjà mort au bas de la pente qu’il a dévalé… Sa première réaction à l’hôpital quand je lui ai proposé de venir à l’église: mais je suis musulman ! Il a trouvé ici tellement de frères musulmans ! Une douche chaude, un repas, le suivi des soins avec le médecin de notre équipe venu avec moi le chercher à l’hôpital, et la protection pour éviter d’être reconduit à la frontière à la sortie de l’hôpital… Le changement de visage de ce jeune, entre le moment où nous l’avons trouvé sur le brancard, et le moment où il est allé se coucher suffit à dire que ce que nous avons célébré hier soir avec ce prix de la paix n’est pas un simple discours mais une réalité qui réchauffe le coeur et donne sens à nos engagements.
Merci de permettre cela.
Très belle journée
Antoine

Danke, dass ihr die Quelle des Erfolges seid und danke für all die Anstrengung, um alles den Beschränkungen der Pandemie anzupassen. Das war danach das nächste, was sich bei uns ereignete: die Aufnahme eines 18 Jährigen aus Burkina Faso, den wir um 23.00 Uhr aus dem Krankenhaus nach einem furchtbaren Absturz im Gebirge, als er gerade die Grenze überqueren wollte, geholt haben. Sehr dreckig, völlig verängstigt, bei seinem Sturz geschützt durch fünffache Kleidung, mit einem Knochenbruch im Knie und er sah sich schon an dem Abhang, den er herabgestürzt war, sterben. Seine erste Reaktion, als ich ihm
vorgeschlagen haben zu uns in das Gemeindezentrum zu kommen, war: „ Aber ich bin doch Moslem!“ Bei uns hat er dann viele Brüder gefunden, die auch Moslems sind. Er hat warm geduscht, hat gegessen und der Arzt unseres Teams, mit dem ich ihn im Krankenhaus geholt habe, hat ihn verarztet und vor allem gab es jetzt den Schutz, dass er aus dem Krankenhaus nicht wieder über die Grenze in die Wüste abgeschoben würde. Die Veränderung seines Gesichtsausdruckes zwischen dem Moment als wir ihn im Krankenhaus von der Krankentrage abgeholt haben und dem Moment als er schlafen ging reicht aus um zu sagen, dass das was wir gestern aus Anlass des Friedenspreises gefeiert haben, ist nicht eine andere Sichtweise, sondern eine Realität, die die Herzen wärmt und unserem Engagement Sinn gibt.
Ich wünsche euch einen schönen Tag

Antoine

11. Dezember 2020

Themen: Allgemein