31.08.19 – Poetry-Slam, Krieg und Frieden

Poetry Slam – Krieg und Frieden am Vorabend des Antikriegstages
Beginn: 19:00 Uhr (Einlass 18:30 Uhr)
Ort: Jugendkirche Aachen (Dreifaltigkeitskirche) – Herzogstraße / Ecke Zollernstraße
Veranstalter: DGB Aachen

Ob heiter oder ernst, melancholisch oder wütend… fast alles ist erlaubt beim ‚Schlagabtausch der Poeten‘.

Am Vorabend des Antikriegstages laden der DGB und die DGB Jugend junge und bekannte Talente aus der Poetry Slam – Szene ein, die uns mitnehmen zu einer poetischen Auseinandersetzung mit den Themen ‚Krieg & Frieden‘. An diesem Abend gibt es keine Gewinner oder Verlierer, kein Ausscheiden und kein Finale. Stattdessen gibt es viele intelligente und nachdenkliche Texte, moderiert von Oscar Malinowski, einem der bekanntesten Slam Poeten aus unserer Region. Musikalisch umrahmt wird der Abend von Bärbel Ehlert mit ihrer Band ‚Da Musica‘.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten: barbara.obst@dgb.de oder 0241/9467120

Den Flyer zur Preisverleihung an
den Initiativkreis gegen Atomwaffen in Büchel und die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt!“ samt dem reichhaltigen Rahmenprogramm finden Sie hier zum Download!

29. Juli 2019

Themen: Veranstaltungen/Veranstaltungsarchiv

26. 08.19, Ausstellungseröffnung: „Gegen das Vergessen“

Ort: Foyer des DGB-Hauses, Dennewartstraße 17
Veranstalter: DGB Aachen

Das Kriegsgefangenenlager in Arnoldsweiler bei Düren (Stammlager VI/H) unterstand der Deutschen Wehrmacht und nahm polnische und französische Gefangene sowie überwiegend arbeitsunfähige russische und ukrainische Gefangene auf. Diese wurden nach ihrem Arbeitseinsatz in der Industrie und im Bergbau unterernährt und entkräftet nach Arnoldsweiler transportiert. Zeitzeugenberichten zufolge starben hier täglich acht bis zehn Menschen.

Die von aus der Region stammenden Gewerkschaftern entwickelte Ausstellung erinnert auf 10 Tafeln, an das, was dort geschehen ist, und trägt dazu bei, dass rechte und rechtspopulistische Weltbilder nicht mehr Maßstab politischen Handelns werden dürfen.

Die Ausstellung ist danach zu sehen bis zum 13. September 2019

Den Flyer zur Preisverleihung an
den Initiativkreis gegen Atomwaffen in Büchel und die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt!“ samt dem reichhaltigen Rahmenprogramm finden Sie hier zum Download!

29. Juli 2019

Themen: Veranstaltungen/Veranstaltungsarchiv

30.08.2019, Vortrag: Ist der US-Krieg gegen den Iran noch zu verhindern?

Referent: Prof. Dr. Mohssen Massarrat
Beginn: 18:30 UhrOrt: Haus der Evangelischen Kirche Frère-Roger-Str. 8 – 10, großer Saal.
Veranstalter: Antikriegsbündnis Aachen und Aachener Friedenspreis e.V.

US-Präsident Donald Trump hat im Mai 2018 das Wiener Atomabkommen, das die fünf Vetomächte im UN-Sicherheitsrat plus Deutschland im Sommer 2015 mit Teheran geschlossen hatten, einseitig und ohne Anlass aufgekündigt.

Schritt für Schritt wurden Embargomaßnahmen wieder eingeführt und verschärft. Die zunehmende Eskalation im Persischen Golf muss als Indiz  für die systematische Kriegsvorbereitung angesehen werden. Die Folgen eines Krieges sind jedoch für die Region, für Europa und den Weltfrieden um ein Mehrfaches schwerwiegender als die aller bisher im Mittleren Osten in den letzten Jahren geführten Kriege zusammen. Vieles spricht dafür, dass Kriegsbefürworter in der US-Führung, vor allem der Vorsitzende des US-Nationalen Sicherheitsrats John Bolton und der
Außenminister Mike Pompeo zielstrebig den US-Präsidenten zu einem Krieg gegen Iran hin treiben. Dazu gehört auch das Bestreben dieses Lagers, die EU-Staaten zur Kriegsallianz der USA zu machen. Aller Wahrscheinlichkeit nach würden die USA es ohne die EU nicht wagen, den Krieg gegen den Iran zu riskieren. Gerade darin liegt auch die Macht der EU, den Krieg zu verhindern. Die EU hätte sogar die historisch einmalige Chance, ihr eigene Selbständigkeit im Verhältnis zu den USA und ihre Handlungsfähigkeit unter Beweis zu stellen.

Wie real ist die Kriegsgefahr? Welche Interessen verfolgt Washington?
Stellt der Iran eine Gefahr für die Region dar?
Wie stark ist die Wirtschaft Irans bereits vom erneuten Embargo der USA getroffen, wie
wirkt sich dies auf die Bevölkerung aus? Gibt es eine Chance, den Krieg   doch noch zu verhindern? Und welche sind die Aufgaben der Friedensbewegung?

29. Juli 2019

Themen: Veranstaltungen/Veranstaltungsarchiv

Rahmenprogramm der Preisverleihung

Wir möchten Sie herzlich zu unserer Veranstaltung im Rahmen der diesjährigen Preisverleihung einladen. Auch in diesem Jahr haben wir ein reichhaltiges Rahmenprogramm zusammengestellt.

Wir freuen uns auf Sie!

Den Flyer zur Preisverleihung an
den Initiativkreis gegen Atomwaffen in Büchel und die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt!“ samt dem reichhaltigen Rahmenprogramm finden Sie hier zum Download!

05. Juli 2019

Themen: Allgemein

Die Preisträger 2019 vorgestellt

Initiativkreis gegen Atomwaffen in Büchel – namentlich Elke Koller & die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt – namentlich Marion Küpker (Deutschland)

Auf dem Fliegerhorst in Büchel/Eifel lagern die letzten ca. 20 US-Atomwaffen des Typs B 61 auf deutschem Boden als Relikte des Kalten Krieges und der nuklearen Teilhabe Deutschlands in der Nato. Seit 1996 setzt sich der „Initiativkreis gegen Atomwaffen“ vor Ort nicht nur für den Abzug der US-Atombomben, sondern auch für die weltweite Abschaffung von Atomwaffen ein.

Zu den treibenden Kräften dieses Initiativkreises gehört seit jeher Elke Koller. Sie ist das lokale Gesicht der Initiative. Zusammen mit ihren MitstreiterInnen aus der Gewaltfreien Aktion Atomwaffen Abschaffen organisiert sie seit 1996 alljährlich regelmäßig vor Ort stattfindende Proteste, Aktionen zivilen Ungehorsams und Demonstrationen. Es gelingt ihnen immer wieder, zu größeren Aktionen bundesweite und internationale Unterstützung von Friedensaktivisten zu finden.

Seit mehreren Jahren werden ihre Aktionen vor Ort von einem bundesweiten Netzwerk „Atomwaffen abschaffen-bei uns anfangen!“ mit der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt!“ aktiv unterstützt, dem sich zahlreiche Gruppen angeschlossen haben. Diese Proteste wurden ab 2014 auf mehrwöchige Blockaden des Atomwaffenstützpunktes Büchel ausgedehnt – mit zahlreichen Aktionen zivilen Ungehorsams und gewaltfreien Blockaden der Zufahrten. Seit 2016 findet alljährlich, beginnend jeweils am 26. März eine 20-wöchige Aktions-Präsenz bis zum 9. August am NATO-Flughafen statt. Die 20 Wochen stehen jeweils für die ca. 20 in Büchel gelagerten Atombomben.

„Atomwaffen sind völkerrechtswidrig, und schon ihre Herstellung und die Forschung dafür haben verheerende Auswirkungen. Wir müssen endlich erreichen, dass diese schrecklichen Waffen wegkommen“, sagt Elke Koller. Um dies zu erreichen, reichte sie sogar eine Klage gegen die Bundesregierung ein, die im Mai 2013 jedoch als unzulässig von den Gerichten abgewiesen wurde. Seit Jahren bestimmt der Protest gegen die Bücheler Atomwaffen ihre Arbeit. Unentwegt zeigt sie Flagge gegen die Atomwaffen in Büchel.

Vor Ort sind Elke Koller und ihre MitstreiterInnen der Gruppe immer wieder Anfeindungen ausgesetzt. Denn statt vor den Bomben haben viele Menschen der Region Angst um ihre Arbeitsplätze, falls die Atomwaffen abgezogen werden sollten. Rund 1000 Soldaten sowie etwa 600 Zivilbeschäftigte arbeiten im Fliegerhorst. Doch die Mitglieder des Initiativkreises ließen sich davon nie beirren und machten weiter

Die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ wird von dem 1994 gegründeten Trägerkreis „Atomwaffen abschaffen-bei uns anfangen!“ getragen, dem bundesweit 68 Mitgliedsorganisationen angehören. Seit 1994 setzt sich der Trägerkreis für eine Ächtung von Atomwaffen und eine atomwaffenfreie Welt ein. Er fordert insbesondere den sofortigen Abzug aller Atomwaffen, die sich auf deutschem Boden befinden.

Marion Küpker ist die internationale Koordinatorin der DFG-VK gegen Atomwaffen und im Kampagnenrat Sprecherin von „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“. Sie engagiert sich seit vielen Jahren in außerordentlichem Maße auch durch ihre persönliche Präsenz in Büchel und ist maßgebend an der Organisation der dortigen Protestaktionen mitbeteiligt.Die politischen Rahmenbedingungen für den Abzug der Atomwaffen haben sich aktuell indes noch weiter verschlechtert. Während es im Koalitionsvertrag von 2009 noch hieß, die Bundesregierung werde sich für den Abzug dieser Atomwaffen einsetzen, misst die schwarz-rote Koalition dem seit Jahren keine Priorität mehr bei. CDU und SPD bekennen sich zwar zum Ziel einer „Welt ohne Kernwaffen“. Dass dies leere Worte sind, bewies Deutschland jedoch bei der Abstimmung über eine Resolution für ein weltweites Verbot von Atomwaffen in der UN, als Deutschland aus den Verhandlungen gegen den Verbotsvertragsentwurf ausstieg und sich bis heute weigert, den inzwischen von zahlreichen Staaten unterzeichneten UN-Atomwaffenverbotsvertrag ebenfalls zu unterzeichnen. Überdies hatte die Vorgängerregierung bereits im Mai 2012 dem US-amerikanischen Verlangen nach Modernisierung und Aufrüstung der in Büchel gelagerten Atomwaffen zugestimmt. Vorgesehen sind demnach zielgenauere Atombomben, die Präzisionsschläge ermöglichen, und damit erhöhen sich auch die militärischen Fähigkeiten. Und nicht zuletzt droht angesichts der jüngsten Aufkündigung des INF-Vertrages ein erneuter atomarer Rüstungswettlauf, was zwangsläufig mit einer erhöhten Kriegsgefahr einhergeht.


Angesichts dessen,

  • dass es inzwischen kein Tabu mehr ist, das Wort ’Atomkrieg’ in den Mund zu nehmen
    und eine verstärkte atomare Aufrüstung und sogar eine atomare Bewaffnung Deutschlands zu fordern
  • dass führende NATO-Kommandeure erklären, es sei zwar nicht zwingend, aber „sehr wahrscheinlich“, dass es zu einem Atomkrieg mit Russland kommen werde
  • dass aktuell die Modernisierung und Aufrüstung des Atomwaffenprogramms sowohl auf russischer als auch auf US-Seite massiv vorangetrieben wird (wobei Russland zwischen 2014 u. 2024 geschätzt 54 Mrd. US-Dollar für seine nuklearen Fähigkeiten ausgeben wird und die USA im selben Zeitraum geschätzt 355 Mrd. US-Dollar)

ist es dringender denn je seit den Zeiten des Kalten Krieges, das Thema ’Atomwaffen’ wieder ganz nach oben auf die politische Agenda zu setzen. Daher verleihen wir den Aachener Friedenspreis 2019 an die beiden Organisationen, die maßgebend die Proteste in Büchel tragen als ein wichtiges Signal, um sie in ihren politischen Forderungen zu unterstützen.

Der Initiativkreis wurde im November 2013 mit dem Preis für Zivilcourage der Solbach-Freise-Stiftung ausgezeichnet. Und im November 2018 wurden sowohl der Initiativkreis als auch die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei jetzt!“ mit dem vom Evangelischen Kirchenkreis Oberhausen gestifteten Oberhausener Preis ausgezeichnet.

05. Juli 2019

Themen: Allgemein