Aus dem Archiv:

Peace Brigades International

Einsatz für Frieden und Menschenrechte

Angesichts der wachsenden Zahl mit Gewalt ausgetragener innergesellschaftlicher Konflikte auf der Welt sind mehr denn je Antworten der gewaltfreien, zivilen Konfliktbearbeitung notwendig. Die internationale Schutzbegleitung bedrohter Menschen wie sie die 1981 begründeten PBI entwickelt haben, ist ein Handlungsfeld in der komplexen Struktur ziviler Konfliktbearbeitung. Mehrere Hundert meist junge Menschen haben sich inzwischen an Einsätzen von PBI beteiligt. Die Preisverleihung an das Kolumbienprojekt von PBI bedeutet die dringend notwendige Öffentlichkeit und damit den Schutz sowohl für die kolumbianischen MenschenrechtsverteidigerInnen als auch für die Freiwilligen von PBI.

Die Laudatio hielt Prof. Dr. Dieter S. Lutz, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg:

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Grußwot Aachen

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23. Oktober 2017

Themen:

Walter Herrmann † und die Kölner Klagemauer

Die Kölner Klagemauer entstand 1989 aus einer Initiative für Obdachlose und gegen Wohnungsnot. Sie (be-)stand – vor dem Portal des Kölner Doms – aus mehr als 50.000 Tafeln für Frieden, Völkerverständigung, soziale Gerechtigkeit – gegen den Krieg. „…… die Klagemauer ist vor allem auch ein Forum der unterdrückten, verelendeten und an den Rand der Gesellschaft gedrängten Menschen. Da ihre Zahl und das Ausmaß des Elends immer mehr zunimmt, wird dieser thematische Schwerpunkt immer wichtiger. Viele Briefe und Beiträge bringen Wohnungsnot, soziale und psychische Verelendung zum Ausdruck und legen zunehmend Zeugnis davon ab, daß die „soziale Frage“ nicht faschitischer Politik überlassen wird, sondern sich einen neuen menschlichen Ausdruck der Betroffenen und der mit ihnen Sympathisierenden sucht…….. Von vielen Bürgern und Besuchern der Stadt werden Dom und Klagemauer als eine Einheit verstanden.“

23. Oktober 2017

Themen:

Lucius Walker (USA) – IFCO/Pastors for Peace

1998 ging der internationale Aachener Friedenspreis an die amerikanische Initiative IFCO/Pastors for Peace und ihren Mitbegründer Reverend Lucius Walker. IFCO steht für „Interreligious Foundation for community Organisation“. Die Pastors for Peace verstehen sich als Wächter, die aufdecken – und in der Zukunft verhindern wollen – was im Namen der US-Bevölkerung in den Ländern Lateinamerikas geschieht. Seit 1991 engagieren sie sich insbesondere für die Beendigung der Blockade Cubas. Die Pastors for Peace wirken seit 1967 innerhalb der USA als eine Organisa­tion „von unten, damit unten nicht mehr unten“ bleibt für „Frieden in Gerechtigkeit“.

Die Laudatio hielt Gisela Wiese (Pax christi)

begruendungsrede_98

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23. Oktober 2017

Themen:

Gemeinschaftshauptschule Eschweiler-Dürwiß und Aachen-Aretzstraße

Schule ohne Rassismus

Der nationale Aachener Friedenspreis ging 1997an zwei Hauptschulen, die sich beispielhaft auf dem Weg zu einer Schule ohne Rassismus, Gewalt und soziale Ausgrenzung befinden. Die Gemeinschaftshauptschule Eschweiler-Dürwiß schloss sich dem Programm des Netzwerkes Aktion Courage – SOS Rassismus an und führte zahlreiche Aktionen und Projekte durch. In der Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße in Aachen suchten Lehrer und Schüler einen gemeinsamen Weg soziales Lernen in der Gegenwart und für die Zukunft zu erreichen. Mit einer Vielzahl von Programmen im Bereich Prävention gegen Arbeitslosigkeit, Gewalt, Diskriminierung und Rassismus wurden sie aktiv.

23. Oktober 2017

Themen:

Uri Avnery † und Gush Shalom (Israel)

Friedensaktivist (Israel)

 

Der Mitbegründer und Sprecher der Initiative „Gush Shalom“ Uri Avnery nahm im Jahr 1997 den Aachener Friedenspreis für seinen beispielhaften Einsatz für eine friedliche Lösung des Konfliktes zwischen den Israelis und den Palästinensern in Empfang. Der „Friedensblock“ gründete sich im Jahr 1992 und besitzt etwa 1.500 Mitglieder sowie etliche Sympathisanten. Die Initiative protestierte friedlich für das Ende der Besetzung, das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat, gegen die Absperrung der palästinensisch besiedelten Gebiete sowie die Siedlungspolitik der israelischen Regierung von Bethlehem bis zu den Golanhöhen. Uri Avnery setzt sich schon seit 1948 für den Frieden im Nahen Osten ein. Im Jahr 1982 wurde er sogar wegen Hochverrats vor Gericht gestellt, da er als erster Israeli mit Arafat in Kontakt getreten war. Die Titel seiner Bücher zeugen von seiner inneren Überzeugung, sie lauten: „Mein Freund, der Feind“ und „Zwei Völker, zwei Staaten“.

Die Laudatio für unsere Preisträger von 1997 hielt Heribert Prantl:

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23. Oktober 2017

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