Aachener Friedenspreis e.V. ist alarmiert über Lage im Iran
Mit Entsetzen beobachtet der Aachener Friedenspreis e.V. die Situation im Iran und die viel zu zögerlichen Reaktionen der internationalen Politik. Aus einem Marktstreik und Protesten gegen explodierende Lebenshaltungskosten und politische Unterdrückung entwickelten sich binnen kürzester Zeit massive Ausschreitungen des Regimes gegen Demonstrierende. „Während in den hiesigen Medien Zahlen von rund 200 getöteten Protestteilnehmenden kursieren, berichten unsere Preisträger*innen von bereits über 2.000 Toten sowie zahllosen Entführungen und Festnahmen“, sagt Lea Heuser, Pressesprecherin des Aachener Friedenspreis e.V. „Wir fordern die Bundesregierung dringlich dazu auf, das Iranische Regierungshandeln scharf zu verurteilen und sich für die Iranische Bevölkerung einzusetzen, vor allem auch, indem sie Iraner*innen auf der Flucht Schutz gewährt.“
Im Jahr 2025 zeichnete der Aachener Friedenspreis den Amirkabir Newsletter aus Teheran aus – ein anfangs rein studentisches Infoblatt, dass sich binnen zweier Jahrzehnte zur wichtigen Vernetzungsplattform und Dokumentationsstelle der vielen Protestbewegungen entwickelte, die seither im Iran gegen Misstände und Unterdrückung aufstehen. Bekannt wurden die iranischen Proteste hierzulande vor allem im Rahmen der „Frau, Leben, Freiheit“-Bewegung. Der Amirkabir Newsletter berichtete in diesem Kontext intensiv über Repressionen und mutige Proteste und wurde so immer mehr zur Quelle für die Berichterstattung großer, internationaler Medien.
Durch die Abschaltung des Internets im Iran ist die Arbeit der Amirkabir Redaktion zur Zeit erschwert, allerdings wird trotzdem auf Hochtouren gearbeitet und koordiniert. „Wer Informationen aus erster Hand zur Situation im Iran sucht, ist bei der Redaktion des Amirkabir Newsletters gut aufgehoben“, sagt Lea Heuser und empfielt deutschen Medien dringend, diesen direkten Draht zu nutzen.