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Der Aachener Friedenspreis trauert um Hildgarde Lisse

In der Nacht zum 23. September 2014 ist Hildgarde Lisse verstorben. Hildgarde Lisse gehörte bis ins hohe Alter zu den herausragenden Frauen der Aachener Bevölkerung. Ihre Streitlust und ihre Konsequenz im Handeln werden uns fehlen. Die friedenspolitische Sache war ihr immer eine Herzensangelegenheit gewesen. So gehörte sie am 8. Mai 1988 zu den Gründungsmitgliedern des Aachener Friedenspreises und arbeitete auch in den ersten Vereinsjahren im Vorstand mit. Streitbar wie sie war, kehrte sie dem Verein zwischenzeitlich auch mal den Rücken, kehrte allerdings immer wieder zurück und blieb bis zu ihrem Tod Mitglied im Aachener Friedenspreis. Hildgarde Lisse hat über viele Jahre die politische Arbeit des Aachener Friedenspreises begleitet und geprägt. Aber es wäre verkürzt, ihre politische Tätigkeit auf die Friedensarbeit zu reduzieren. Nichts hasste sie mehr als Ungerechtigkeit – außer vielleicht, wenn man ihren Vornamen falsch schrieb (Wehe dem, der sie Hildegard nannte!). Mit Hildgarde verliert Aachen eine engagierte Gewerkschafterin, Sozialdemokratin und Aktivistin, die keine Ungerechtigkeit durchgehen ließ, die immer wieder den Finger in die Wunde legte. Und wenn sie der Meinung war, es sei immer noch nicht Alles gesagt, dann schrieb sie einen ihrer zahlreichen Leserbriefe.

Der Aachener Friedenspreis verabschiedet sich mit größtem Respekt von Hildgarde Lisse. Wir verneigen uns vor ihrer Lebensleistung. Sie wird uns immer in Erinnerung bleiben.

Ralf Woelk
Vorsitzender
Aachener Friedenspreis e.V.