Aus dem Archiv: Januar 2018

Aachener Friedenspreis 2018 – Vorschläge gesucht!

Der Aachener Friedenspreis e.V. ist auch im Jahr 2018 wieder auf der Suche nach auszeichnungswürdigen Nominierungen für seinen alljährlich verliehenen Preis. Noch bis zum 20. Februar 2018 sind alle Interessierten dazu aufgerufen, Personen oder Initiativen vorzuschlagen, die sich in besonderer Weise für Frieden stark machen.

Pressesprecherin Lea Heuser erklärt dazu: “Den militärischen Drohungen und gesellschaftlichen Ungleichheiten unserer Zeit gilt es etwas entgegenzusetzen. Wir wollen Dialog, Verständigung und Verständnis zwischen Konfliktparteien unterstützen. Daher zeichnen wir Personen und Gruppen aus, die sich in ihrer Friedensarbeit dafür einsetzen”.

Seit 1988 verleiht der Verein seinen gleichnamigen Preis an Menschen und Gruppen, die an der Basis und oft aus benachteiligten Positionen heraus für Frieden und Verständigung arbeiten. Die Kriterien sind Teil der Gründungserklärung des Vereins”. Ausgezeichnet werden vor allem noch unbekannte Projekte oder Personen, die durch die öffentliche Aufmerksamkeit genauso viel Unterstützung erfahren wie durch das Preisgeld von jeweils 2.000 Euro. “Der Friedenspreis gibt guten Initiativen nicht nur einen Bekanntheitsschub sondern schützt bedrohte und in schwierigen Bedingungen arbeitende Gruppen vor Repressionen und Gewalt, indem er Aufmerksamkeit schafft”, erklärt Heuser.

Jedes Jahr am 1. September, dem internationalen Antikriegstag, wird der Aachener Friedenspreis verliehen. Meist ist der Preis zweigeteilt und geht entsprechend an zwei verschiedene Initiativen oder Einzelpersonen, die sich von unten für Frieden und Dialog zwischen Konfliktparteien einsetzen. Wer den mit jeweils 2.000 Euro dotierten Preis erhält, entscheidet die Mitgliederversammlung des Vereins. Vorschläge kann aber jeder interessierte Mensch einbringen, egal ob Vereinsmitglied und egal ob aus Aachen oder nicht.

“Wir sind auf Kreativität und Ideen aller Menschen angewiesen, denn auch wir kennen natürlich nicht jede Gruppe, die irgendwo auf der Welt ein gutes Friedensprojekt auf die Beine gestellt hat”, appelliert Heuser. Wer eine Person oder Gruppe für den Aachener Friedenspreis nominieren möchte, ist herzlich eingeladen, eine Vorstellung des Projekts an den Vereinsvorstand zu schicken. Am Einfachsten geht dies per E-Mail an sylvia.gossani@aachener-friedenspreis.de.

Aus den eingehenden Vorschlägen wählt der Vorstand die fünf förderungswürdigsten aus und legt sie im April der Mitgliedschaft vor. Die Mitgliederversammlung wählt aus der Fünferliste die letztendlichen Preisträgerinnen oder Preisträger. Diese werden am 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Naziregime und dem Ende des 2. Weltkriegs, bekanntgegeben. Verliehen wird der Preis dann in einer öffentlichen Veranstaltung in der Aachener Aula Carolina am 1. September.

11. Januar 2018

Themen: Presse

Keine Minderjährigen in die Bundeswehr

Der Aachener Friedenspreis e.V. verurteilt in aller Schärfe die zunehmende Rekrutierung Minderjähriger für die Bundeswehr. Im Jahr 2017 waren es 2128 minderjährige Rekruten, deutlich mehr als im Vorjahr. Das geht aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums hervor. Dabei werden bereits die unter 18jährigen Soldatinnen und Soldaten an der Waffe ausgebildet und schießen auch mit scharfer Munition.

Nach Auffassung des Aachener Friedenspreis e.V. kann sich die Bundeswehr nicht mit anderen Arbeitgeber*innen gleichsetzen, die junge Menschen in ihre Betriebe werben. Sie ist auch kein Abenteuerspielplatz, wie Bundeswehrwerbefilme immer wieder glauben machen wollen. Ganz im Gegenteil geht es bei der Bundeswehr um Kriegseinsätze und das Sterben für die Interessen Anderer.

Auch der zynische Hinweis, die jungen Soldatinnen undSoldaten würden ja nicht in Auslandseinsätze geschickt, kann das Urteil des Aachener Friedenspreis e.V. nicht verändern. Nach Überzeugung des Vereins untergräbt die Bundesregierung damit ihre eigene Glaubwürdigkeit. Deutschland tritt für die weltweite Ächtung von Kindersoldat*innen ein, die nach dem Zusatzprotokoll der UN-Kinderrechtskonvention von 2002 – das auch von der Bundesrepublik mit 166 anderen Staaten unterzeichnet wurde – nicht mehr eingesetzt werden dürfen.

„Wir fordern die Verteidigungsministerin und die neue Bundesregierung auf, diese Verpflichtung endlich einzuhalten und Minderjährige nicht in die Bundeswehr aufzunehmen“, so die Pressesprecherin des Aachener Friedenspreis e.V., Lea Heuser.

11. Januar 2018

Themen: Presse

Vorschläge gesucht!

Arbeit für Frieden in kleinen und großen Zusammenhängen wird immer wichtiger. Mit der
Auswahl unserer Preisträger*innen wollen wir auch 2018 wieder zeigen, dass es Menschen und
Initiativen mit großartigen, Ethik und Frieden stiftenden Ideen gibt. Wir wollen Personen oder
Gruppen würdigen und unterstützen, die unsere Welt zu dem besseren Ort machen, den vor allem
wir als Teil der Friedensbewegung uns wünschen.

Bis zum 20. Februar 2018 können Vorschläge eingebracht werden. Wir hoffen auf Eure und Ihre
Kreativität: Welche Person oder Gruppe leistet Eurer bzw. Ihrer Meinung nach Großes für den
Frieden, ohne dabei von großen Akteuren unterstützt zu werden? Wer braucht Bekanntheit und
Schutz oder hat Ehrung verdient, weil sie oder er im Kleinen oder Großen für Frieden sorgt?
Vorschläge können per E-Mail an sylvia.gossani@aachener-friedenspreis.de eingesandt werden.

11. Januar 2018

Themen: Allgemein